Das ehemalige Saigon ist die aufstrebendste Stadt ganz Vietnams und hat sich zum wirtschaftlichen Zentrum entwickelt. 1975 musste es zwar die politische Macht an Hanoi abgeben aber es blieb immer ein bedeutendes Zentrum vor allem was den Handel anbelangt. Im ehemaligen Saigon pulsiert das Leben. An jeder Ecke finden sich kleine Cafés und Restaurants, die zum Schlemmen und Verweilen einladen. Vielfältige Einkaufsmöglichkeiten locken zum Shoppen in den Prachtstrassen oder kleinen Märkten. Den Anblick, der sich einem bietet wenn die Stadt nachts in einem Lichtermeer erstrahlt vergisst man so schnell nicht. Besonders schön – wenn auch etwas kitschig - von der Dachterasse des berühmten „Rex-Hotels“.
Zahlreiche Hotels der Stadt sind im Kolonialstil hergerichtet und bieten einen schönen Kontrast mit den aufgrund des Baubooms errichteten Hochhäusern in der über 6 Mio. Einwohnerstadt. Das Gefühl was Saigon in einem auslöst ist schwer zu beschreiben, man muss diese Mischung aus Hektik und Kultur selbst erlebt haben. Wenn sie dies tun, dann bietet die Stadt ihnen eine Unmenge an kulturellen Zielen, an denen sie sich nicht satt sehen können. Mitten im Verkehrschaos entdeckt man immer wieder die zahlreiche Pagoden oder bunten Tempel, die es zu besuchen gilt.
Des Weiteren gibt es einige Sehenswürdigkeiten, die ein echtes Muss darstellen. Dazu zählen die Kathedrale Notre Dame, den Palast der Wiedervereinigung, das Ho-Chi-Minh-Museum oder das Kriegsreliktemuseum. Außerdem sind das Rathaus und die einzigartige Hauptpost (mit riesigem Portrait von Ho Chi Minh), im Kolonial- und Jugendstil, sowie der Ben-Thanh-Markt, der circa 10 000 m² Verkaufsfläche besitzt eine Besichtigung wert. Vor allem abends wenn die vielen kleinen Stände und Straßenrestaurants außerhalb des Marktes öffnen. Ganz spezielle Ausflugsziele in der Umgebung sind das Tunnelsystem von Cu Chi, in dem sich die Vietcongs während des Vietnamkrieges vor den amerikanischen Bombenangriffen versteckt haben und der Ort Tay Ninh, der das Zentrum der bunten Cao-Dai-Sekte darstellt, die es nur in Vietnam gibt und sich durch ihren extremen Hang zu Farben kennzeichnet, durch den sie als wohl bunteste Religion weltweit auftritt.